Ingolf wohnt - MIR

Am 20.01.2017 haben wir von der Schülerzeitung für euch das Theaterstück „Ingolf wohnt“ im Musiktheater im Revier (MiR) besucht. Es war der dritte Teil einer sich entwickelnden Oper.

 

Es war kein klassisches Theaterstück, sondern mehr eine Art Improvisations-Theater, in dem die Besucher die Akteure sind. Wenn man ankommt, wird man von dem MiR-Team herzlich begrüßt. Darauf kann man entweder das Video der Vorgeschichte ansehen oder schon eine Nummer für den Einlass ziehen. Es gab zwei Regisseure, Hannes Seidel und den Regisseur Daniel Kötter (Filmemacher), der als Inspiration für die Hauptrolle seinen ehemaligen Professor Ingolf Fädige nahm und ließ Ingolfs Haus auf der Bühne des MiR errichten. Das Ziel des Stückes ist es, am Ende die ideale Oper zu haben. Im Vorraum des MiR kann man sich, bevor man Ingolfs Wohnung betritt, Videos zu Ingolfs Leben ansehen. Ingolf wurde einen Tag in seinem Leben mit der Kamera begleitet, im Kontrast zu seiner Oper ist sein Lebensrhythmus langsam und träge.

 

Nachdem man eine Nummer im Foyer gezogen hat und diese dran kommt, bekommt man einen Schlüssel für die Wohnung. Wenn man auf der Bühne das Haus mit dem Schlüssel betritt, kommt man in eine neue Realität. Man schlüpft in die Rolle des Ingolfs und lebt in seiner Wohnung. Zusammen mit anderen Besuchern, kannst du in der Wohnung leben und so tun als seist du Ingolf. Wenn man durch die Tür tritt, fällt einem als erstes auf, wie warm es dort drinnen ist. Dann fällt der Blick auf eine Garderobe und zwei Türen. Eine der beiden Türen ist nicht zu öffnen, doch man kann ahnen, dass dahinter das Badezimmer versteckt ist. Öffnet man die andere Tür, kommt man in ein Wohnzimmer mit zwei Sesseln und einem Sofa, hinter der Tür steht ein Keyboard und an der Wand hängt eine Gitarre. Von der Tür aus grade aus blickend unter dem Fenster steht ein Schreibtisch und rechts an der Wand ein Bücherregal. Alles dort ist voller kleiner Details und auch der Teppich sieht aus wie in der Wohnung von Ingolf, die man zuvor in dem Video bestaunen konnte. Vom Wohnzimmer aus kommt man in eine kleine Küche und in ein Schlafzimmer.

 

„Als wir unsere Zeit in der Wohnung hatten, haben zuvor andere Essen zubereitet und gerade serviert. Die Erfahrung war echt Klasse. Man hat sich mit den Fremden in der Wohnung super verstanden. Es war eine positive Stimmung und es war auch kein unangenehmes Schweigen in der Luft.“

 

Nach einer Zeit kann man die Wohnung verlassen und draußen die Anderen im Hause beobachten, bis man den Schlüssel wieder abgibt und gehen kann, wenn man will. Man kann aber auch gerne eine Zeit verweilen und später erneut die Wohnung besuchen und neue Leute kennenlernen.

 

Im vierten Teil soll Ingolf dann ausziehen und vielleicht habt auch ihr Lust es euch anzusehen und ein Teil der Geschichte zu werden.

F.R. (Text) & S.B.(Fotos)