Projektkurs 12 Auschwitz


Am 27. Januar wurde in ganz Deutschland den Opfern des Holocaust gedacht. Der 12. Projektkurs Auschwitz, mit den Schwerpunkten Geschichte und Religion an unserer Schule, wollte diesen Gedenktag seine eigene Ehre zukommen lassen und den Opfern auf eigene Weise gedenken.

Auf Grund dessen wurden am Montag den 28. Januar das Hauptgebäude dekoriert. Die Schüler beklebten die Türen mit Bildern aus Auschwitz und hingen lila Luftballons auf, an dessen Schnur die Namen der gelsenkirchener Opfer aus Auschwitz zusammen mit ihren Geburts-, Todes- und Deportationsdatum auf einem Schild standen. Die Idee zu den Luftballons kam den Schülern während ihres Unterrichtes, wo Sie sich intensiv mit den Stolpersteinen und den Opfern des Holocaust beschäftigt hatten. Außerdem besitzen die Ballons auch eine symbolische religiöse Bedeutung , da Luftballons immer weiter in den Himmel hinauf steigen und so die Seelen der Opfer ihren Frieden im Himmel finden.

Als Nächstes wurde eine Durchsage über die Lautsprecher verkündet, welche von Finn Franke und einen weiteren Schüler vorgetragen wurden. Die Rede handelte von dem Konzentrationslager Auschwitz, welches an diesem Gedenktag von der roten Armee befreit wurde und ihren eigene persönliche Aktion. Zudem lud der Projektkurs, mit den betreuenden Lehren Hr. Kreitz und Fr. Haupt, die Bürgermeisterin von Gelsenkirchen Martina Rudowitz ein, welche sich bereit stellte uns ein paar Fragen zu beantworten und zu der Aktion Stellung nahm.

 

Zum einem fand Sie die Idee sehr gut und auch die Umsetzung sehr gelungen, erwähnte jedoch, dass das Erinnern an solche Taten absolut notwendig sei. Auch lobte Sie die EGG, insbesondere den Projektkurs, sich so stark mit diesem Thema auseinander gesetzt zu haben und Sie wünscht sich für die Zukunft, dass sich noch mehr Schulen mit dieser grausamen Zeit beschäftigen. Allerdings könne Sie teilweise nachvollziehen warum so viele Menschen dieser beklemmender Vergangenheit aus dem Weg gehen, da es ein schwieriges und politisches Thema ist. Auf unsere Frage hin wie ihre Meinung ist, dass immer mehr Menschen keinen Grund mehr sehen sich so ausführlich mit diesem Thema zu beschäftigen, unter anderem auch weil ihre Generation nichts mehr für die Geschehnisse in der Vergangenheit kann, antwortet Fr. Rudowitz, dass Sie diese Ansicht der Dinge teilweise nachvollziehe kann, auch, da nun die meisten Zeitgenossen verstorben sind. Sie ist allerdings der festen Überzeugung, dass man gerade in so einer Situation ausführlich darüber reden sollte und das Verlieren dieser Zeitgenossen auch keine Entschuldigung dafür ist sich aus der Verantwortung zu ziehen. Des Weiteren ist es auch keine Entschuldigung zu sagen, es betrifft keinen aus unserer Generation mehr, da diese Ereignisse, so schlimm sie auch sein mögen ein Teil unserer Vergangenheit sind und auch bleiben.

Fr. Rudowitz Meinung vertraten auch viele Schüler des Projektkurses zum Beispiel Maria und Antonia, welche es für erforderlich halten weiter über dieses Thema zu diskutieren, nachzudenken und zu sprechen. Lisa und Marvin wurden, zu ihrer Überraschung, sogar von ein paar 11. Schülern gefragt warum Sie das ganze Hauptgebäude mit Fotos von so seltsamen Menschen „zu kleistern“.

 

Aus diesem Grund sollten Wir alle über die schrecklichen Taten der Nationalisten des deutschen Reiches ausführlich sprechen und intensiv mit dem Thema beschäftigen.

S.B. (Text & Fotos)